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Die antisemitische Boykottkampagne gegen Israel - Inhalte, Ziele, Gegenstrategien

Seit dem Jahr 2005 macht die BDS-Kampagne (BDS: Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) vor allem im angloamerikanischen Raum auf sich aufmerksam. Auch in Deutschland versuchen seit einigen Jahren Aktivisten unter dem Label „BDS“ den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zu Israel zu schaden. Ihr Hauptziel ist es, Israel politisch, ökonomisch und kulturell zu isolieren. Unternehmer, Verbraucher, Künstler und Sportler sollen jede Form der Zusammenarbeit mit Israel bzw. Israelis beenden. Die Kampagne kann sich auf prominente Unterstützer berufen, zu denen unter anderen der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, die US-Philosophin Judith Butler oder der Frontmann von Pink Floyd, Roger Waters zählen. Auch der weltberühmte Physiker Stephen Hawkins gehörte zu dieser Gruppe. Im Zentrum der Kampagne steht das Narrativ, dass allein Israel die Verantwortung für den Konflikt mit den Palästinensern trage. Diese einseitige Schuldzuweisung sowie die immer wieder artikulierten Unwahrheiten über den jüdischen Staat und den Konflikt mit den Palästinensern führen zu einem verzerrten Blick auf die tatsächlichen Gegebenheiten. Die Kampagne zielt nicht nur auf die Beschädigung der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, sondern strebt eine internationale Isolierung des jüdischen Staates und letztlich seine Zerstörung an. Dieser Angriff auf das Existenzrecht Israels ist nicht eine Randerscheinung der Kampagne, sondern bildet dessen Kern.

Diese Handreichung soll sowohl Amtsträgern in der kommunalen Verwaltung und im öffentlichen Dienst als auch Akteuren der Zivilgesellschaft dabei helfen, die Kampagne und ihre Ziele, Inhalte und Praktiken besser verstehen und einordnen zu können.

Über den Autor: 
Remko Leemhuis
11.12.2018 Bericht

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