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AJC ehrt Marieluise Beck mit Demokratie-Preis

13.04.2016

Für ihren außerordentlichen Einsatz zur Stärkung von Demokratie und Menschenrechten wurde am gestrigen Abend die Grüne Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck mit dem „Ramer Award for Courage in the Defense of Democracy“ des American Jewish Committee (AJC) ausgezeichnet.

„Marieluise Beck ist zweifelsohne eine der wichtigsten Stimmen im Deutschen Bundestag, die sich kompromisslos für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Wir würdigen ihren unermüdlichen Einsatz für die Freiheit und Unabhängigkeit der Ukraine, ihr beherztes Auftreten gegen Judenhass und ihr leidenschaftliches Engagement für die Stärkung der deutsch-israelischen Beziehungen“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute.

An der Festveranstaltung nahmen 115 hochrangige Gäste und Würdenträger teil, darunter Bundestagsabgeordnete, Diplomaten und Spitzenvertreter des American Jewish Committee. Der außen- und sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Dr. Christoph Heusgen (CDU), hielt die Laudatio zu Ehren der Grünen-Politikerin.

„Marieluise Beck ist eine erfahrene, unerschrockene, kämpferische Parlamentarierin mit einem feinen Gespür für Recht und Unrecht, für Freiheit und Unfreiheit, für Demokratie und Tyrannei“, so Christoph Heusgen.

Der Ramer Award ist benannt nach Lawrence & Lee Ramer, den Gründern des 1998 in Berlin eröffneten AJC Berlin Ramer Institute. Dazu Marieluise Beck: „Mit großem Respekt und Dankbarkeit nehme ich den Preis entgegen. Respekt, weil Lawrence und Lee Ramer sich als kulturelle Brückenbauer so verdient gemacht haben um die deutsch-jüdischen Beziehungen. Lawrence Ramer war überzeugt, dass sich Deutschland nach dem Fall der Berliner Mauer zu einem weltoffenen und friedliebenden Staat entwickeln würde. Für einen solch optimistischen Blick auf Deutschland sollten wir dankbar sein.“

Marieluise Beck gehört seit 1983 erstmals und seit 1994 ununterbrochen dem Deutschen Bundestag an und übernahm für die Fraktion der Grünen wichtige Führungsaufgaben. Sie fungierte seit 1998 als Ausländerbeauftragte der Bundesregierung und war in der Legislaturperiode 2002 bis 2005 parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Grünen-Politikerin gehörte vor dem Hintergrund des Völkermordes von Srebrenica im Jahr 1995 zu den entschlossensten Befürwortern einer Militärintervention zum Schutz der bosnischen Zivilbevölkerung.

In ihrer Rede warb Beck für mehr Empathie gegenüber der Ukraine: „Es sollte gerade uns in Deutschland bewusst werden, dass wir gegenüber der Ukraine, dem Land das jetzt für seine Freiheit und eine europäische Zukunft kämpft, eine große historische Verantwortung haben. Das gilt im Übrigen auch für die Europäische Union.“ In Bezug auf den Osten Europas sagte Beck weiter: „Lange wurde den kleineren Nationen ihre Eigenständigkeit abgesprochen. Die politische Idee eines vereinigten Europas wird erst dann verwirklicht sein, wenn sie als Teil der europäischen Vielfalt von uns anerkannt werden.“

Der „Ramer Award for Courage in the Defense of Democracy“ wurde 2013 zum ersten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde Ahmad Mansour für seinen Einsatz gegen Antisemitismus in muslimischen Communities. Das AJC eröffnete 1998 als erste amerikanisch-jüdische Organisation eine Dependance in Berlin und pflegt seit vielen Jahrzehnten intensive politische Beziehungen mit Deutschland. 

13.04.2016 Meldung

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