Meldung

AJC ruft Politik zur Verurteilung antisemitischer Proteste auf

10.12.2017

Nach der Hassdemonstration vor der amerikanischen Botschaft am Brandenburger Tor fordert das American Jewish Committee die Bundesregierung und den Berliner Senat auf, Antisemitismus eindeutig zu verurteilen. Auf der Demonstration am Freitag, dem 8.12., wurden israelische und amerikanische Fahnen verbrannt, die terroristische Hamas verherrlicht und judenfeindliche Parolen skandiert

„Wenn israelische Fahnen im Herzen Berlins verbrannt werden, erfordert dies eine unmissverständliche Reaktion der Politik. Die Proteste müssen mit aller Deutlichkeit verurteilt werden. Wir sehen hier die Bundesregierung und den Berliner Senat in der Verantwortung, sich eindeutig zu äußern“, sagt Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute.

Wie die Berliner Polizei auf Twitter veröffentlichte, gab es auf der Demonstration vor dem Brandenburger Tor 10 Freiheitsentziehungen und 12 Strafanzeigen. Unter anderem wurden Parolen wie „Juden, erinnert Euch an Khaybar, die Armee Mohammeds kommt wieder!“, „Tod Israel!“ und „Kindermörder Israel“ skandiert.

 

 

„Das Problem wird größer, wenn man es ignoriert. Wir haben das bei den anti-israelischen Protesten im Sommer 2014 schon einmal erlebt. Diese antisemitischen Hassdemonstrationen dürfen sich nicht wiederholen. Solche Bilder dürfen nie wieder um die Welt gehen. Wir erwarten strenge polizeiliche Auflagen und ein striktes Einschreiten ab sofort.“

Auch in anderen deutschen Städten kam es zu anti-israelischen Demonstrationen. In München wurden bei einer Kundgebung am Geschwister-Scholl-Platz Hassparolen skandiert und Flaggen der terroristischen Hamas gezeigt.

10.12.2017 Meldung

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