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AJC startet Initiative zur Bekräftigung der transatlantischen Partnerschaft

26.09.2018

Bekannte amerikanische, europäische und kanadische Führungspersönlichkeiten aus Politik und Diplomatie haben eine Erklärung des American Jewish Committee (AJC) zur Unterstützung der transatlantischen Partnerschaft und der gemeinsamen Werte, die Nordamerika und Europa verbinden, unterzeichnet.

Die vollständige Erklärung „Bekräftigung der transatlantischen Partnerschaft – Ein Bekenntnis zur Einheit und Entschlossenheit“ mit 31 Erstunterzeichners wird heute in der New York Times veröffentlicht, sowohl in der amerikanischen wie auch der internationalen Ausgabe. Die Anzeige, Erklärung und komplette Liste der Unterzeichner und Unterzeichnerinnen kann unter www.AJC.org/TransatlanticUnity abgerufen werden.

„Amerikaner und Europäer vereinen gemeinsame Grundsätze und Werte sowie die gleichen existenziellen Bedrohungen, sie teilen die gleiche Agenda,“ sagte AJC CEO David Harris. „Die Verbindungen in dieser wertvollen Bruderschaft gleichgesinnter Nationen dürfen niemals abgenutzt werden, denn sie repräsentieren die beste Hoffnung für das endgültige Erreichen einer wirklich friedvollen Welt des Wohlstands.“

Unter den angesehenen Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen finden sich ehemalige Staatspräsidenten, Vizepräsidenten, Premierminister, Nationale Sicherheitsberater, Außen- und Verteidigungsminister, die 15 verschiedene Staaten repräsentieren. Hierzu zählen der amerikanische Vizepräsident Joe Biden, die amerikanischen Außenminister George Shultz und Madeleine Albright, der britische Premierminister Tony Blair, der französische Premierminister Manuel Valls, der italienische Premierminister Paolo Gentiloni und der deutsche Außenminister Joschka Fischer.

„Wir sind die dankbaren Erben des Nachkriegsregimes der transatlantischen Sicherheit, das visionäre amerikanische und europäische Führungspersönlichkeiten uns hinterlassen haben, inspiriert von gemeinsamen Werten und vereint durch eine gemeinsame Bedrohung,“ bekennen die amerikanischen, europäischen und kanadischen Führungspersönlichkeiten in der Erklärung. „Wir erheben uns zur Verteidigung dieser kostbaren Allianz der Demokratien und ihrer Verträge, Institutionen und Normen, die uns Frieden und Wohlstand gesichert haben – vom Kalten Krieg bis zum heutigen Tage.“

Weiter heißt es: „Als Studenten der Geschichte wissen wir nur zu gut, welchen schrecklichen Preis es zu zahlen galt, wann immer diese Prinzipien missachtet und verletzt wurden. (...) Entschlossen, unsere bedeutsame Allianz zu schützen,“ erklären die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen ihre Absicht, „diesen Moment, in dem die Grundfesten unserer Partnerschaft in Frage gestellt und bisweilen herabgesetzt werden, [zu] nutzen, um uns unserer gemeinsamen Ideale und Grundsätze zu vergewissern, auf die unsere Nationen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vertrauen.“

Die nordamerikanischen und europäischen Führungspersönlichkeiten bekräftigen:

  • Unser Bekenntnis zu einer international Ordnung basierend auf Regeln, in der die anlasslose Verletzung nationaler Grenzen bestraft wird; rechtliche Mechanismen gestärkt werden, um globalen Herausforderungen zu begegnen und die nationale Souveränität unberührt bleibt; und Standards eingehalten werden zum Schutze universeller Menschenrechte;
  • Unser Vertrauen zur NATO, dem unverzichtbaren Bollwerk des Friedens und der Sicherheit der letzten 70 Jahre und unsere Anerkennung des unschätzbaren strategischen Wertes der Organisation für die Vereinigten Staaten und ihrer 28 transatlantischen Verbündeten;
  • Unsere Hochachtung für die Europäische Union, die – von ihrem Ursprung als Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl zu ihrer heutigen Form mit 28 Mitgliedsstaaten – das historisch zersplitterte Europa geeint und frei gehalten hat und sich als eines der ambitioniertesten und erfolgreichsten Friedensprojekte der jüngeren Geschichte erwiesen hat;
  • Unsere Entschlossenheit, die Integrität der Geheim- und Nachrichtendienste und der Strafverfolgungsbehörden des Westens sicherzustellen, auf deren Professionalität, Kooperation und Einsatzbereitschaft wir alle vertrauen, um uns vor nationalen und internationalen Gefahren durch staatliche und nicht-staatliche Akteure zu schützen;
  • Unsere Verteidigung der Demokratie und unsere Unterstützung für alle angemessenen Maßnahmen zur Bekämpfung von Appellen an Extremismus, Ausländerfeindlichkeit und allen Formen von Fremdenhass; für die Aufrechterhaltung einer freien und unabhängigen Presse; für Maßnahmen zur Verhinderung und Abwehr von Cyberattacken; und für alle Maßnahmen gegen die Beeinflussung freier und gerechter Wahlen.

Weitere gegenwärtige und vormalige politische und diplomatische Führungspersönlichkeiten sind aufgerufen, sich dieser Initiative unter www.AJC.org/TransatlanticUnity anzuschließen.

AJC, die führende globale jüdische Organisation mit Hauptsitz in New York, unterhält Büros in den USA und über Europa verteilt, darunter auch das 2004 eröffnete Transatlantic /Transatlantische Institut/e in Brüssel.

Die vollständige Erklärung kann hier abgerufen werden. 

 

 

PDF Icon AJC Initiative "Reaffirming the Transatlantic Partnership"
26.09.2018 Meldung

Pressekontakt

Fabian Weißbarth

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