Meldung

AJC verurteilt Abbas‘ Rede vor dem Europäischen Parlament

24.06.2016

Das American Jewish Committee, eine Organisation, die sich seit Jahrzehnten für eine Fortentwicklung des arabisch-israelischen Friedens einsetzt, verurteilt sowohl die israelfeindliche Rede des Präsidenten der Palästinensische Autonomiebehörde Mahmoud Abbas vor dem Europäischen Parlament als auch seine Ablehnung eines Treffens mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin in Brüssel.

„Wieder einmal ist Präsident Abbas eine große Enttäuschung“, sagte David Harris, Geschäftsführer des AJC. „Statt der Wiederaufnahme von direkten Friedensgesprächen mit Israel, hat Abbas eine internationale Plattform ausgenutzt, um eine weitere Tirade von Schmähungen und Unwahrheiten gegen Israel abzuliefern.“

„Abbas‘ bösartige Attacke widerspricht jeglichem, seinerseits unternommenem, Versuch, ein verbales Friedensangebot zu machen“, sagt Harris. „Vielmehr sind seine Bemerkungen und seine Ablehnung der EU-Forderung nach einem Treffen mit Rivlin, ein demonstrativer Widerruf eines Friedensangebotes.

Sowohl Abbas als auch Rivlin waren eingeladen, vor dem Parlament zu sprechen, da sich die EU im festgefahrenen Friedensprozess mehr profilieren möchte.

Seine Ansprache beinhaltete die offenkundig absurde Aussage, dass „die Belagerung“ die Quelle des globalen Terrorismus sei. „Sobald die Belagerung endet, wird es keinen Terrorismus  mehr geben, weder im Nahen Osten noch irgendwo anders auf der Welt.“

„Bemerkenswerterweise wird Abbas von europäischen Abgeordneten als Terrorismusgegner dargestellt, obwohl er und seine Regierung regelmäßig palästinensische Terroristen glorifizieren“, sagte Harris.

Abbas beschuldigte Israel zusätzlich „unser Land in ein Freiluftgefängnis zu verwandeln“ und wiederholte eine uralte antisemitische Verschwörungstheorie, wonach israelische Rabbis palästinensisches Wasser vergiften wollen.

Harris schlussfolgerte: „Israelis und Palästinenser, die aufrichtig nach einem auf der Zweistaatenlösung basierenden, ausgehandelten und umfassenden Friedensabkommen streben, müssen weiterhin auf den Tag warten, an dem Abbas sich als ein Führer profiliert, der sich einem fortschreitenden Friedensprozess verschreibt, anstatt diesen kontinuierlich zu untergraben oder den Weg für andere Palästinenser freimacht, die bereit sind, ein anhaltendes Abkommen mit Israel zu schließen.“

24.06.2016 Meldung

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