Meldung

Hotel Kempinski streicht Israel von Telefonliste

11.08.2016

Die israelische Vorwahl wurde offenbar aus der Telefonliste des Kempinski Hotel Bristol Berlin entfernt, weil arabische Kunden sich daran gestört hätten. Es brauchte keinen geringeren als Claude Lanzmann um das herauszufinden.

 

Dazu Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute:

„Sollten die Vorwürfe wahr sein, dann ist das ein Skandal. Es kann nicht sein, dass mitten in Berlin Israel boykottiert wird. Das ist ein Schlag ins Gesicht der deutsch-israelischen Beziehungen und unseres Verständnisses von Demokratie und Offenheit.  Wo kommen wir dahin, wenn einzelne Gäste den Ausschluss des jüdischen Staates aus dem Geschäftsleben fordern können – und das ausgerechnet in Berlin in einem Hotel, dessen jüdische Besitzer von den Nazis enteignet wurden. Menschen aus allen Ländern schätzen Berlin für seine Weltoffenheit. Wir verlieren ein Stück Weltoffenheit, wenn wir solche Angriffe durchgehen lassen. Eine israelische Vorwahl in einer Telefonliste muss so selbstverständlich sein, wie das Hebräische auf unseren Straßen. Jüdisches und israelisches Leben gehört zu Berlin wie Bolle und der Berliner Bär.  

Die Leitung von Kempinski muss entscheiden, was ihnen wichtiger ist: ihr Renommee oder einzelne Kundeinteressen.  Wir hoffen, dass die Hotelleitung unmissverständlich deutlich macht, dass Israel nicht von der Landkarte Kempinskis gestrichen wird.“ 

Der Skandal schlägt indes Wellen. Journalisten und Politiker rufen die Hottelleitung zur Klarstellung auf.

 



Aufsehen sorgt das Thema auch in Frankreich, dem Heimatland von Claude Lanzmann: 

 

Update 11.55 Uhr: Reaktion des Kempinski

 

 

 

11.08.2016 Meldung

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