Meldung

AJC erwartet von Judith Butler eine klare Verurteilung antisemitischer Kampagnen

10.09.2012

Morgen Abend wird die amerikanische Philosophin Judith Butler mit dem Adorno Preis der Stadt Frankfurt geehrt. Die Preisverleihung wurde unter anderem vom Zentralrat der Juden in Deutschland und der Botschaft des Staates Israels auf Grund ihrer Unterstützung israelfeindlicher Aktivitäten und der damit einhergehenden Aussagen zur Hisbollah und Hamas kritisiert. 

„Es ist bedauerlich, dass Judith Butler sich an die Spitze von Kampagnen stellt, deren Hauptzweck die Delegitimisierung und Dämonisierung Israels ist. Die BDS – Aktivisten (Boycott, Divestment and Sanction) weisen Israel einseitig die Schuld im Nahostkonflikt zu und stellen sich durch den Boykottaufruf gegen Institutionen und Bürger des jüdischen Staates in eine unheilvolle Tradition“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin. 

Als Philosophin setzt sich Judith Butler mit Fragen der jüdischen Kultur, Ethik und Geschichte auseinander. Von einer renommierten Denkerin wie Judith Butler erwartet das AJC, dass sie die Preisverleihung nutzt, um unmissverständlich die Kräfte zu verurteilen, die nicht am Frieden im Nahen Osten interessiert sind, sondern deren Handeln alleinig durch den Hass gegen Israel geleitet wird.

„Die Hisbollah und die Hamas haben in ihren Machtgebieten Terrorregime installiert und unterdrücken jegliche Opposition brutal. Das Hauptziel beider Organisationen bleibt die Zerstörung des Staates Israel. Wer sich glaubwürdig für Frieden und Verständigung einsetzen will, muss diesen Terrororganisationen Einhalt gebieten“, so Deidre Berger weiter.

Das AJC setzt sich dafür ein, die Hisbollah auf die EU-Terrorliste zu setzen und deren Aktivitäten in Deutschland zu verbieten.

10.09.2012 Meldung

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