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Ehemaliger US-Botschafter Murphy erhält “Cramer Award” für deutsch-amerikanisch-jüdische Verständigung

01.10.2014

Das American Jewish Committee ehrt den früheren amerikanischen Botschafter in Deutschland, Phil Murphy, mit dem renommierten „Ernst Cramer Award for Outstanding Contributions to German-American-Jewish Understanding.”

„Phil Murphy hat sich in seiner Funktion als Botschafter im Geiste Ernst Cramers in besonderer Art und Weise für das amerikanisch-jüdisch-deutsche Verhältnis verdient gemacht und ist damit ein würdiger Preisträger“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations.

Der Preis wurde Murphy, der von 2009-2013 als Botschafter in Deutschland diente, im Rahmen einer AJC Festveranstaltung im Jüdischen Museum in New York vor 150 Gästen übergeben.

„Ich bin stolz darauf diese nach einem herausragenden amerikanisch-jüdischen Patrioten benannte Auszeichnung von einer solch wegweisenden Organisation wie dem AJC zu erhalten“, sagte Murphy in seiner Festrede.“Das AJC habe ich immer als führende Organisation der transatlantischen beziehungen auf der Höhe der Zeit erlebt.“

Ernst Cramer galt als bedeutender Journalist und war Herausgeber des Axel Springer Verlages. Als deutscher Jude konnte Cramer 1939 in die Vereinigten Staaten fliehen und kam als amerikanischer Soldat nach Deutschland zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Cramer in Deutschland und prägte die Agenda des Axel Springer Verlags entscheidend mit. Cramer starb 2010 im Alter von 96.

Botschafter Murphy traf Cramer nach seiner Ankunft in Berlin, von dessen Lebenserfahrung er für seine diplomatische Arbeit profitierte. Noch vor Cramers Tod, wurde ein Konferenzraum in der US-Botschaft nach ihm benannt.

„Phil Murphy ist ein Brückenbauer und ebnet den Weg für eine neue und Generation von Transatlantikern. Er fühlt sich dem jüdischen Leben und der Sicherheit jüdischer Gemeinden in besonderer Art und Weise verpflichtet. Murphy ist ein standhafter Verfechter der amerikanisch-israelischen und deutsch-israelischen Beziehungen“, sagte der Co-Beiratsvorsitzenden des AJC Berlin, Steven Wish, in seiner Laudatio.

Der Ernst Cramer Award wird alle zwei Jahre an Personen oder Institutionen vergeben, die sich im Bereich der amerikanisch-jüdisch-deutschen Verständigung besonders verdient gemacht haben. Die bisherigen Empfänger der Auszeichnung waren Michael Blumenthal, Gründungsdirektor des Jüdischen Museums in Berlin, die Konrad Adenauer Stiftung sowie Lawrence und Lee Ramer, die beiden Gründer des Ramer Institutes for German-Jewish Relations in Berlin.

01.10.2014 Meldung

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