Meldung

Hintergrundgespräch mit AJC Geschäftsführer beim JVBB

07.02.2012

David Harris, Executive Director des American Jewish Committe (AJC), war auf Einladung des  Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg (JVBB) und des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland am 7. Februar 2012 Gast in der Geschäftsstelle. Das AJC ist die weltweit einflussreichste jüdische Organisation. Justin Westhoff hat die wichtigsten Aussagen des AJC-Geschäftsführers zum aktuellen politischen Geschehen zusammengefasst.

Die derzeit stärkste weltweite Bedrohung sieht Harris im Atomprogramm des Iran. Dies sei ein „globales Problem“. Auf die Frage nach einem eventuellen militärischen Eingreifen Israels sagte er, zunächst seien die USA und Europa in der Pflicht. Neben diplomatischen Bemühungen und Sanktionen müssten aber „alle Optionen auf dem Tisch bleiben“.

Das Veto Russlands und Chinas gegen eine Verurteilung Syriens im UN-Sicherheitsrat bezeichnete der AJC-Geschäftsführer als „große Enttäuschung“.  Im Hinblick auf die „Arabellion“ betonte Harris das Prinzip „more for more and less for less“ – die USA und andere Staaten müssten ihre Unterstützung etwa für Ägypten und Libyen vom Grad der Demokratisierung abhängig machen.

Zum Friedensprozess im Nahen Osten unterschied der Amerikaner zwischen „notwendigen“ und „nicht angemessenen“ Siedlungen zum Beispiel im Westjordanland, erinnerte aber daran, dass die palästinensische Seite immer wieder das Angebot einer (auch vom AJC geforderten) Zwei-Saaten-Lösung ausgeschlagen habe.

07.02.2012 Meldung

Pressekontakt

Fabian Weißbarth

Tel.: +49 (0)30 22 65 94-12
Fax: +49 (0)30 22 65 94-14

weissbarthf@ajc.org