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NEBA-Strategiekonferenz: "Antisemitismus Heute – Erfassen. Erforschen. Bekämpfen", 2. Juli 2015

26.06.2015

Ein Jahr nach der Welle antisemitischer Hassproteste veranstaltet das „Netzwerk zur Erforschung und Bekämpfung des Antisemitismus“ (NEBA) am 2. Juli seine erste große Strategiekonferenz „ANTISEMITISMUS HEUTE – Erfassen. Erforschen. Bekämpfen.“ Mehr als 100 Interessierte aus Politik, Wissenschaft und Bildungsarbeit werden erwartet. 

„Nach dem Aufschrei über die antisemitischen Demonstrationen in Deutschland ist bislang wenig politisch umgesetzt worden. Ziel der Konferenz ist es deshalb, neue Impulse für die Antisemitismusbekämpfung- und forschung zu entwickeln“, sagte Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung.

Vor dem Hintergrund neuer Statistiken, die einen Anstieg antisemitischer Straftaten von 25 Prozent  im Jahr 2014 belegen, soll mit Entscheidern, Bildungsexperten und jüdischen Gemeinde- und Organisationsvertretern konkret diskutiert werden, wie Politik und Gesellschaft auf diese Herausforderung reagieren kann.

„Auch wenn das Thema weitestgehend aus dem öffentlichen Fokus verschwunden ist, gehen die alltäglichen antisemitischen Anfeindungen weiter. Diese Realität muss statistisch besser erfasst und politisch stärker wahrgenommen werden“, so Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung stellt die Auseinandersetzung mit der Zukunft der Antisemitismusforschung dar. „Ein gravierendes Defizit der bisherigen Antisemitismusforschung in Deutschland ist, dass die jüdische Perspektive als die eigentliche Betroffenen-Perspektive viel zu wenig berücksichtigt ist“, erklärte Prof. Julius H. Schoeps vom Moses Mendelssohn Zentrum.

Das „Netzwerk zur Erforschung und Bekämpfung des Antisemitismus“ (NEBA), bestehend aus Vertretern des Moses Mendelssohn Zentrums, des American Jewish Committee und der Amadeu Antonio Stiftung sowie weiteren Wissenschaftlern und zivilgesellschaftlichen Akteuren,  formierte sich im Februar diesen Jahres u.a. als Reaktion auf die Zusammensetzung der neuen Antisemitismus-Kommission beim Bundesministerium des Innern (BMI) und deren bisherigem Umgang mit der Problematik.

Zu den Initiatoren von NEBA gehören:

Deidre Berger (AJC Berlin Ramer Institute)

Prof Dr. Micha Brumlik (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam)

Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung)

Prof. Dr. Julius H. Schoeps (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam)

 

Die Strategiekonferenz findet statt am

02.07.2015 um 09:30 Uhr (Einlass ab 09:00Uhr)

in der Topographie des Terrors

Niederkirchnerstrasse 8

10963 Berlin

 

Auf Grund des großen Interesses bitten wir um rechtzeitige Anmeldung unter:http://neba.berlin.

26.06.2015 Meldung

Pressekontakt

Fabian Weißbarth

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