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Netanyahu als Giftmischer: American Jewish Committee kritisiert Veröffentlichung von Karikatur in der Badischen Zeitung

13.11.2013

Das American Jewish Committee kritisiert die Veröffentlichung einer anti-israelischen Karikatur in der Badischen Zeitung. – der dritte Vorfall dieser Art in den vergangenen sechs Monaten. Die Zeichnung zeigt Israels Premier-Minister Benjamin Netanyahu als Taubenvergifter.

„Netanjahu als moderner Brunnenvergifter: Solche perfiden Vereinfachungen, mit denen Israel einseitig verurteilt wird, vergiften die öffentliche Meinung“, erklärte die Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute, Deidre Berger.

In der Karikatur der Badischen Zeitung wird Israels Premierminister Benjamin Netanyahu illustriert, wie er dazu auffordert, die Verhandlungen mit dem Iran, dargestellt als Friedenstaube und Schnecke, zu vergiften.

„Die Zeichnung bedient sich einer jahrhundertealten antisemitischen Bildsprache. Die Verknüpfung antisemitischer Stereotype mit der Politik der israelischen Regierung trägt zum Hass gegenüber Juden und Israelis bei und verletzt grundlegende demokratische Werte“, sagte Berger weiter.

Bereits im August dieses Jahres stellte die Stuttgarter Zeitung Israels Premier als Taubenvergifter dar. Im Juni dieses Jahres illustrierte die „Süddeutsche Zeitung“ Israel als gefräßigen „Moloch“. Der Presserat sah darin nach einer Beschwerde des American Jewish Committee einen Verstoß gegen den Pressekodex.

„Diese Reihe von Karikaturen zeigen ein mangelndes Bewusstsein dafür, wie gefährlich antisemitische Stereotypen sind. Die Sensibilität für antisemitische Bildsprache muss Teil der journalistischen Aus- und Fortbildung werden“, so Berger abschließend.

13.11.2013 Meldung

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